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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nug ſein würde, das Mordbeil aufzuhalten? Aber jetzt iſt es genug des feigen Zuwartens! Meinen König konnte ich nicht retten, aber die Häupter meiner edlen Gebieterin und ihrer Kinder ſollen nicht fallen, wenn Muth und Entſchloſſenheit dieſes traurige Geſchick ab⸗ zuwenden vermögen. Ich reiſe nach Paris, und, mag ich dort Freunde finden, oder nicht, ich wage in den Temple einzudringen und die Familie des Königs zu befreien.

Um Gotteswillen, gnädiger Herr, Sie werden das nicht thun! ſagte Jaques Bruſſard ganz entſetzt, und ſtreckte beide Haͤnde, wie abwehrend, dem Baron ent⸗ gegen.Wenn man ſie erkennt, ſind ſie auf der Stelle ein Kind des Todes. Man kennt ihre Treue und Anhänglichkeit an das königliche Haus.

Ja, Treue habe ich meinem königlichen Herrn ge⸗ ſchworen, und Treue will ich ihm halten bis über ſein Grab hinaus! rief Baron Vignerolles in edler Auf⸗ wallung aus.Ich ſollte müſſig zuſehen, wie meine unglückliche Königin und ihre Kinder, die Kinder Frankreichs, im Kerker ſchmachten? Nein, ich habe aus elender Selbſtſucht ſchon zu lange meine Pflicht ver⸗ ſäumt, und es iſt die höchſte Zeit, daß ich an ihre Erfüllung denke. Ich gehe nach Paris, und wenn mich der Tod in tauſendfacher Geſtalt erwartete, dort iſt mein Platz, an der Seite meiner königlichen Herrin!

Aber ihr Sohn, Herr Baron?« ſagte Jaques. Aber Arthur?«

Er bleibt hier, denn er iſt noch zu jung, um mir Beiſtand leiſten zu können! verſetzte Baron Vignerolles. Und wenn ſie erkannt werden, gnädigſter Herr?