Tödtungsmaſchine, die Guillotine, aufmerkſam, und trat zwei Schritte bei derſelben vorbei an den Rand des Schaffots, in der Abſicht zu ſprechen, wie man aus einer Bewegung ſeines Kopfes ſchließen konnte. Sogleich verſtummte die Muſik, und der König ſagte mit lauter Stimme: ‚Franzoſen! Ich ſterbe unſchuldig. Ich vergebe allen meinen Feinden, und wünſche daß Frankreich....
„In dieſem Augenblicke ſchrie Santerre wüthend: „Man muß ihn nicht hoͤren! Man muß ihn nicht hoͤren! Das iſt gar nicht der Augenblick, zu ſprechen!“
„Zugleich gab er den Trommelſchlägern ein Zeichen, und befahl den Scharfrichtern, ihre Pflicht zu thun. Das Wirbeln der Trommeln erſtickte die Stimme des Koͤnigs.
„Der König ſtand bei dieſem Lärmen unbeweglich. Schmerz und Erſtaunen über eine ſolche Härte ſeiner unverſöhnlichen Feinde war auf ſeinem Geſichte ausge⸗ drückt. Einer der Scharfrichter packte ihn jetzt und zog ihn. Der König folgte nach einem leichten Wider⸗ ſtande ganz gelaſſen, ſtellte ſich der Maſchine gegen⸗ über, ſchien die Entfernung zu meſſen, und legte ſich hinein. Der Beichtvater beugte ſein Haupt, knieend, dicht an den Kopf des Königs, und rief laut:„Sohn des heiligen Ludwig, erhebe dich zum Himmel!e Das Beil fiel. Edgeworths Geſicht wurde mit dem Blute des Königs beſpritzt... Der Leichnam wurde auf einen Karren gelegt, und auf dem Kirchhofe der Mag⸗ dalenen⸗Kirche in ein, zwölf Fuß tiefes, zum Theil mit ungeloͤſchtem Kalk angefülltes Grab geworfen..).
Der alte Jaques hatte dieſe letzten Worte des ſchrecklichen Berichts mit wankender Stimme geleſen,—
— Siſtoriſch.


