war, und ſagte:„Wir können gehen, ich bin bereit.“ Indem er die Treppe herunter und in den Hof hinab ſtieg, erſuchte er die Commiſſaire, gewiſſe Perſonen, die ſich in ſeinem Dienſte befanden, dem Bürgerrathe zu empfehlen.“
„Oh, immer gütig, immer beſorgt um die Seinen, ſelbſt noch auf ſeinem letzten ſchweren Gange,“ unter⸗ brach Baron Vignerolles die Vorleſung mit ſchmerz⸗ licher Geberde.„Das ſieht ihm gleich, dem edlen Märtyrer. Immer dachte er nur an das Wohl Anderer, nie an ſich ſelbſt. Und ihn, ihn— aber lies weiter Jaques, du wirſt noch Schreckliches hören!“
Jaques wiſchte eine Thräne aus ſeinen grauen Wimpern, und fuhr fort:
„Hierauf wollte der König von Herrn Edgeworth Abſchied nehmen, weil er nicht erwartete, daß dieſer ihn weiter als bis hierher begleiten würde. Edgeworth aber ſagte:„Mein Beiſtand iſt noch nicht zu Ende!“ —„Was?“ erwiederte der König,—„Sie wollen mich noch weiter begleiten??—„Ja,“ ſagte der Beichtvater, ‚bis ans Ende!“ 1
„Nun ging der König mit feſten Schritten über den Hofplatz und ſtieg in die Kutſche des Maire. Sein Beichtvater ſaß ihm zur Seite. Auf dem Vorderſitze befanden ſich zwei Gendarmerie⸗Officiere. Ein Mit⸗ glied des Bürgerrathes und zwei Officiere der Bürger⸗ miliz folgten in einem andern Wagen.
„Auf dem Wege von dem Tempel nach dem Revo⸗ lutionsplatze betete der König Todesgebete. Sein ganzes Betragen zeigte chriſtliche Ergebenheit in ein unver⸗ meidliches Schickſal.
„Als der Wagen bei dem Blutgerüſte, welches


