heben, Ein Racheſchrei gellend über die ganze Welt hin erklingen!“
„Sie haben es gewagt,“ entgegnete Baron Vig⸗ nerolles und ſein Auge ſchien Flammen zorniger Ent⸗ rüſtung zu ſprühen,—„was wagten nicht dieſe Men⸗ ſchen, die blutdürſtiger ſind, als hungrige Tiger, und erbarmungsloſer, als Hyänen? Hier lies, alter Mann! Sie ſcheuen ſich ſelbſt nicht, öffentlich vor aller Welt ihre Schandthat in den Zeitungen verkündigen zu laſſen.« Er nahm ein, in der erſten Wuth und Ver⸗ zweiflung zuſammengeknittertes Zeitungsblatt vom Sims des Kamines, und reichte es Jaques, der es zitternd entfaltete, und mit halblauter Stimme las.
„Am 2ten Januar, Morgens um fünf Uhr, ſtand der König auf, und verlangte die Meſſe zu hoöͤren. Edgeworth, der Beichtvater der Prinzeſſin Eliſabeth, welcher dem Könige den letzten geiſtlichen Beiſtand leiſtete, berichtete den im Tempel befindlichen Commiſ⸗ ſären das Verlangen des Königs, und nach einigem Widerſtande wurde daſſelbe gewährt. Edgeworth las die Meſſe und reichte dem Könige das Abendmahl. Dann erinnerte er ihn, daß ſeine Familie, ehe er den Tempel verlaſſe, ihn zu ſehen erwarte. Der König aber befürchtete, er möchte nicht ſtandhaft genug ſein, eine letzte Zuſammenkunft zu ertragen, und wünſchte den Seinigen die Todesangſt eines ſolchen Auftritts zu erſparen.—
„Um halb neun Uhr kam Santerre, und meldete dem Könige, daß er Befehl habe, ihn nach dem Richt⸗ platze zu begleiten. Nun blieb der König noch drei Minuten mit ſeinem Beichtvater allein, dann trat er
in das Vorzimmer, woſelbſt Santerre zuruückgeblieben
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