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„Nun bin ich ein Bettler,“ murmelte er, als es ge⸗ ſchehen war.
„Sie ſind noch weniger, als ein Bettler,“ entgeg⸗ nete Jonathan mit Strenge.„Sie ſind mir noch Rechen⸗ ſchaft ſchuldig über die Summen, die Sie vom Ertrage des Geſchäftes während zwölf Jahren zu Ihrem Nutzen und Vortheile verwendeten. Doch davon ſpäter. Bleiben Sie ſtehen! Peter, zünde die Lichter an dem Baume an, und dann rufe die Anderen. Ihre Freude ſei denen da eine Strafe mehr!“
Peter gehorchte. Der Weihnachtsbaum goß einen Strom von Licht über das Gemach aus, und nun öff⸗
nete Peter hurtig die Thür eines zweiten Nebenzimmers.
„Vanderhaan! Crabetje! Kommt!“ rief er mit lauter Stimme, und Beide kamen mit einer Haſt und Schnelle, als ob ſie noch Kinder wären, denen eine Weihnachtsbeſcheerung zu Theil werden ſoll. Aber ſie hatten nicht Augen für den Weihnachtsbaum und den Tiſch; nur Jonathan ſuchten ihre Blicke, und mit einem Aufſchrei des Entzückens fielen ſie ihm um den Hals, als ſie ihn mit raſchem, ſicherem Blicke aus den Uebri⸗ gen herausgefunden hatten.
„Ich merke, auch das Auge treuer Anhänglichkeit und Liebe ſieht ſcharf!« ſagte Jonathan lächelnd, indem er die Liebkoſungen ſeiner alten Freunde erwiederte. „Aber hier, Vanderhaan! Hier, gute Crabetje! Seht ihr denn nicht, daß es eine Weihnachtsbeſcheerung für euch gibt?«
Sie ſahen wohl, aber ſie wollten noch nicht ſehen, wollten nichts ſehen, als ihren lieben jungen Herrn, der ſo friſch und blühend vor ihnen ſtand. Auf die
beiden Mappel mit ihren Armen⸗Sünder⸗Geſichtern


