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Weihnachten! : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wie ich bemerke. David Mappel, ich bin gekommen, Vergeltung zu üben und dir das ungerechte Gut zu

nehmen, das du dir durch Betrug auf meine Koſten erſchlichen haſt.

Es iſt nicht wahr, ich läugne Alles!« ſchrie Mappel in Todesangſt, während ſeine bleiche Stirn von kalten Schweißtropfen bedeckt war.

Jonathan lächelte verächtlich.Sehen Sie dieß! ſagte er, und warf die Geſtändniſſe Seybel's vor ihn hin.

David Mappel las, fiel vernichtet auf einen Stuhl, und ſtöhnte:Ich bin verloren!

Ja, du biſt verloren, und völlig in meiner Ge⸗ walt, ſagte Jonathan.Du erkennſt das und ſiehſt es ein?

Ich erkenne es! Gnade, Gnade, Mynheer Mon⸗ kenwyk! ſchrie Mappel jämmerlich, und ſank auf die Kniee nieder. 8

Gnade? Und welche Gnade wurde mir zu Theil, als ich, ein Bettler, aus dem Hauſe meines Vaters geſtoßen, und von dieſem da, dieſem Philipp, verhöhnt und faſt gemißhandelt wurde?«

Gnade, Gnade, Herr! ſchrie auch Philipp und

ſank mit flehend erhobenen Händen vor Jonathan auf die Kniee, wie ſein Oheim. Genug! Stehen Sie auf! ſagte Jonathan.Unter⸗

zeichnen Sie dieſe Papiere, Mynheer Mappel. Hier

das Eingeſtändiß Ihres Verbrechens! Hier die Rück⸗ Erſtattung meines mir geſtohlenen Eigenthums! Hier ſchreiben Sie! 1

David Mappel erhob ſich zitternd, und ſetzte mit

zitternder Hand ſeinen Namen unter die Dokumente.