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hätten. Sie wurden angemeldet und vorgelaſſen. In dem Zimmer, welches ſie betraten, befanden ſich Herr David Mappel und ſein Neffe Philipp.
„Sie wuͤnſchen mich in Geſchäften zu ſprechen?“ fragte der Erſtere.„Es müſſen ſehr wichtige Ange⸗ legenheiten ſein, die Sie ſo ſpät und am Weihnachts⸗ abende zu mir führen.“
„Sehr wichtige, Mynheer!“ erwiederte Einer von den Männern.„Und wir müſſen Sie ſogar erſuchen, uns zum Ordnen derſelben mit Ihrem Herrn Neffen zu folgen.“
„Zu folgen? Wohin?«
„Zu dem Manne, der Abrechnung mit Ihnen hal⸗ ten will.«
„»Unſinn!« rief Mynheer David Mappel ärgerlich aus.„Wo iſt der Menſch? Er mag zu mir kommen!«
„Er wünſcht Ihre Gegenwart in ſeiner Wohnung! Folgen Sie uns dahin. Ein Wagen erwartet Sie an der Thür.“
»Nimmermehr!“ ſchrie Herr Mappel zornig.„Welche Unverſchämtheit!«
„Sie wollen uns nicht folgen, Mynheer?«
„Nein, und tauſend Mal nein!«
„So müſſen Sie!“ entgegnete der Fremde nach⸗ drücklich und ſchlug ſeinen Mantel ein wenig zurück, ſo daß eine Uniform ſichtbar wurde.„Sie erkennen
miich,“ fuhr er fort, als Mynheer Mappel mit beſtürz⸗
ter Miene zurückfuhr.„Ich bin der Polizei⸗Lieutenant hieſiger Stadt und dieſer da iſt mein Sergeant. Uebri⸗ gens iſt hier auch ein Verhafts⸗Befehl, der uns er⸗ mächtigt, Sie ſofort in's Staatsgefängniß abzuliefern. Werden Sie mir nun folgen?«
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