»Das iſt wahr, Jungfrau Crabetje,“ entgegnete der ehemalige Schreiber des Mynheer Monkenwyk. „Wir können nicht in Wohlleben ſchwelgen, wie David Mappel und Compagnie. Aber ich möoͤchte doch nicht mit ihnen tauſchen, Jungfrau Crabetje. Ein gutes Gewiſſen am heiligem Weihnachtsabende läßt ſich mit aller Welt Schätzen nicht bezahlen.“
»„Ganz gut, Mynheer Vanderhaan. Jenen fehlt das gute Gewiſſen, aber uns fehlt doch auch ſo Manches.“
»So ziemlich Alles, Crabetje! Unſer Handel geht ſchlecht, und bringt nicht mehr das trockene Brod ein. Hm! Am Ende werde ich doch an Mynheer Beukelger ſchreiben müſſen, damit wir nicht verhungern, Crabetje. Wer weiß, vielleicht kann er uns auch Nachricht von Jonathan geben, von unſerem jungen Herrn.“
Crabetje ſeufzte wieder.„Ach, wo mag der ſein!“ ſagte ſte.„Verſchwunden und verſchollen, vielleicht in fernen Landen unbekannt am gelben Fieber geſtorben. Sprachen Sie nicht einmal davon, Mynheer Vander⸗ haan, daß in Surinam das gelbe Fieber viele, viele Menſchen wegrafft?«
„Wohl wahr, Crabetje, Viele, doch nicht Alle! Mynheer Jonathan braucht nicht gerade unter den Vielen zu ſein. Ich kann immer noch die Hoffnung nicht aufgeben, daß wir ihn einmal wiederſehen, Crabetje.“
„Im Himmel vielleicht,“ erwiederte ſie traurig. „Aber jetzt iſt's ganz dunkel, Mynheer. Wirklich, ich muß die Lampe anzuͤnden.“
„So zünden Sie an, in Gottes Namen, Crabetje, obgleich ich überzeugt bin, daß auch der Lampenſchein keine Käufer herführt.«
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