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blickten einander mit trüben und niedergeſchlagenen Ge⸗ ſichtern an. Die Dämmerung warf ſchon ihre Schatten durch die kleinen Scheiben des Ladenfenſters, Schatten, welche ſehr raſch zu völliger Dunkelheit überzugehen drohten, da das Fenſter zu einem großen Theile mit verſchiedenen Gegenſtänden beſetzt und behangen war, welche ſogar das Tageslicht nur mühſam eindringen ließen. Tabackspäckchen, Schnüre, Stiefelwichsbüchschen, Schwefelhölzer und Anderes mehr ſtand und hing da umher, um Käufer anzulocken, welche in dieſer armen und entlegenen Vorſtadt wohl nicht ſehr häufig ſein mochten. Während des ganzen Nachmittags wenigſtens hatte ſich die Ladenklingel hochſtens nur vier oder fünf Mal hören laſſen, und ſeit einer vollen halben Stunde war die Thür auch nicht ein einziges Mal mehr ge⸗ öffnet worden.
„Wie wär's, Mynheer?“ unterbrach die Frau end⸗ lich das Stillſchweigen, welches ſchon eine gute Weile unter den Beiden geherrſcht hatte.„Soll ich nicht die Lampe anzünden?«
„Die Lampe, Jungfrau Crabetje?“ erwiederte der
Mann.„Und wozu? Für die Kunden vielleicht, die doch nicht kommen, ſo ſehnſüchtig wir ihrer auch harren? Nein, nein, Jungfrau Crabetje, unſer Oel können wir ſparen!“ Ddiie gute Alte ſeufzte ſchwer.„Ein trauriges Weih⸗ nachten, Mynheer Vanderhaan!“ ſagte ſie.„So traurig, wie ich's noch und nimmer in meinem Leben gefeiert habe. Wenn ich da an die alten Zeiten denke, als Mynheer Monkenwyk noch lebte! Damals Alles Licht, Freude und Jubel, und heute— nicht einmal ein Oel⸗ Lämpchen, um unſere Armuth zu beleuchten!«


