108 fügte er leiſe hinzu,„frage den Wirth, ob die Namen gut ſind. Man darf einem Schurken nicht zu viel trauen, auch wenn er ehrlich zu ſein verſpricht. Ver⸗ ſtehſt du? Alſo eine Poſtchaiſe und die Rechtsge⸗ lehrten!« 3
Peter verſchwand.
»Und jetzt, Mynheer,“ nahm Seybel das Wort, „geben Sie mir Papier und Feder. Ich werde unver⸗ züglich meine Enthüllungen niederſchreiben, und Sie ſo überzeugen, daß ich Ihnen gegenüber mein Wort halten will. Ich war ein Schurke gegen Sie, jetzt will ich mein Vergehen wieder gut zu machen ſuchen.“ Jgonathan reichte ihm das Verlangte, und der Notar
ſchrieb eifrig und ohne Unterbrechung, bis Peter nach etwa einer Stunde mit den Rechtsgelehrten zurückkehrte. Jonathan erklärte ihnen, um was es ſich handelte, und ſie zeigten ſich augenblicklich bereit, ihm zur vollſtaͤndi⸗ gen Entlarvung des David Mappel behülflich zu ſein. Mittlerweile ſchrieb Seybel ſeine Geſtändniſſe fertig, und reichte ſie Einem der Rechtsgelehrten hin, welcher ſie laut vorlas. Sie waren genau, umfaſſend, klar, deutlich und beſtimmt. Seybel hatte jedes einzelne Dokument nahmhaft gemacht, welches gefälſcht worden war, und das Bekenntniß abgelegt, daß dieſe ſämmt⸗ lichen Papiere erſt nach dem Tode des alten Herrn Monkenwyk angefertigt, mit falſchem Datum und fal⸗ ſchen Unterſchriften verſehen, alſo vollkommen ungültig und betrügeriſch ſeien.
»Dieſes Bekenntniß genügt, den David Mappel als notoriſchen Betrüger vollſtändig zu entlarven,“ ſagte der Aelteſte von den Rechtsgelehrten, nachdem die Schrift langſam und laut vorgeleſen war.„Er muß nicht nur
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