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„Ja, eine Fälſchung, wie es nur je eine gegeben hat,“ entgegnete Seybel.„Schaffen Sie mir den Jo⸗ nathan Monkenwyk zur Stelle, bewegen Sie ihn, mir eine kleine Summe abzutreten, die eben nur hinreicht, mir Brod für meine alten Tage zu verſchaffen, und— ich lege ein vollſtändiges Bekenntniß ab.“
„Aber das wird Sie immer noch in Gefahr bringen?«
„Nein, wenn Herr Monkenwyk mir Zeit läßt, nach Ablegung meines Geſtändniſſes aus Holland nach Frank⸗ reich zu fliehen. Dort bin ich ſicher.“
„»Doch würden Sie Ihre Ausſagen natürlich vor rechtsgelehrten Zeugen machen müſſen.“
„Das will ich! Das will ich! Ehe ſie mich faſſen können, bin ich nachher doch auf und davon.“
„Und welche Summe verlangen Sie zur Sicher⸗ ſtellung Ihrer Zukunft?«
„Zweitauſend Dukaten! Nicht mehr! Es iſt nur der fünfte Theil deſſen, was mir David Mappel ver⸗ ſprach, als er mich dazu verlockte, falſche Dokumente zu ſchmieden, aber ich will damit zufrieden ſein, wenn nur dieſen Mappel ſeine Strafe ereilt. Er hat mich betrogen, nicht einen Heller hat er mir ausgezahlt, und als ich ihm drohte, hat er mich hohnlachend aus ſeinem Hauſe werfen laſſen! Er wußte wohl, daß ich nichts verrathen durfte, ohne mich ſelbſt zu gefährden, und darum wagte er Alles! Aber ſchaffen Sie mir Jona⸗ than Monkenwyk, und Mappel ſoll doch noch vor mir zittern.“ 4
„»Nun denn, Mynheer Seybel, ſehen Sie mich recht genau an,«— ſagte Jonathan jetzt, und richtete ſich hoch auf vor dem erſtaunten Manne,—„ich ſelbſt bin Jonathan Monkenwyk!«


