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Jonathan im Freien ſpazieren laufen,— Peter lief mit; wollte Jonathan einen Vogel haben, den er draußen im Freien ſingen hörte, oder deſſen buntes Gefieder ihm gefiel,— Peter fing ihn; kurz, Peter war Jonathan's Faktotum und erſter Miniſter, und was Jonathan auf dem Herzen hatte, das vertraute er ohne Rückhalt ſei⸗ nem treuen Gefährten, dem ehrlichen Peter an.
So ging es auch mit den Wünſchen, Hoffnungen und Befürchtungen wegen des bevorſtehenden Weih⸗ nachtsfeſtes und der Beſcheerung, die es bringen mochte.
»Was meinſt du, Peter?« fragte Jonathan noch den Tag vorher, vielleicht zum hundertſten Male,— „wird es eine Mühle geben oder nicht?«
„Ich weiß nicht,“ erwiederte Peter und lächelte pfiffig in ſich hinein.„Herr Monkenwyk hat mir nichts davon anvertraut.“
„»Ach, Peter, du weißt gewiß mehr, als du ſagen willſt! Haſt du ſie ſchon geſehen, die Mühle?«
»Mit keinem Auge, Jonathan! Du biſt doch ein närriſcher Junge! Meinſt du, dein Herr Vater, Myn⸗ heer Monkenwyk, würde mich unbedeutenden Burſchen, ſeines Kutſchers Sohn, zum Vertrauten machen?«
„Ach was, Peter! So mein' ich's nicht! Aber du
biſt ſo klug, und ſiehſt immer Alles! Gewiß haſt du
auch ſchon die Mühle geſehen!« Peter ſchüttelte den Kopf. „Gar nichts davon, Peter? Kein Stückchen davon?« Peter ſchüttelte wieder. »Nicht einmal die Räder? Oder die Muͤhlſteine?« Peter ſchüttelte hartnäckig.
„Ach, Peter, du biſt ſchlecht!« rief Jonathan aus,
und hätte beinahe zu weinen angefangen.


