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Weihnachten! : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ein großes, dreiſtöckiges Haus auf dem Marktplatze mit Neben⸗ und Hintergebäuden, wo ſich große Niederlagen von allerlei Waaren, von Kaffee, Zucker, Gewürzen des fernen Indiens und allerlei anderen Erzeugniſſen fremder Länder befanden; er beſaß drei eigene Handels⸗ ſchiffe auf dem Meere; ſelbſt die Mühle, wo Jonathan und ſeine Mutter während des verfloſſenen Sommers ſo angenehme Tage zugebracht hatten, gehörte ihm; in ſeinem Comptoire arbeiteten zehn Schreiber und ein Ober⸗Buchhalter für ſeine Rechnung, und da Herr Monkenwyk alſo Geld im Ueberfluß beſaß, ſo kann man ſich wohl denken, daß er nicht knauſerte, wenn es ſich darum handelte, ſeinem einzigen Söhnchen ein recht fröhliches und reiches Weihnachten zu bereiten. Nur ſollte und durfte Jonathan nichts davon erfahren, als bis Weihnachten wirklich da war, damit er nicht die

Ueberraſchung verlieren möchte, und in Folge deſſen

machte ſeine Mutter immer ein ſehr bedenkliches Geſicht, wenn er von ſeinen Wünſchen ſprach, und außerte allerlei Vermuthungen und Befürchtungen in Bezug darauf, ſo daß Jonathan, je näher Weihnachten heran rückte, deſto zweifelhafter wurde, ob auch wohl nur ein einziger von ſeinen vielen Wunſchen erfüllt werden dürfte.

Sehr oft ſprach er mit Peter Hemskerk daruͤber. Peter nämlich war der Sohn des Kutſchers, und, ob⸗ gleich ein paar Jahre älter als Jonathan, doch ſein beſter Freund und Schulkamerad; denn Peter war die