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Kleine Ursachen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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klettern, deſſen Thuür ein muthwilliger Bube mir vor der Naſe zugeworfen hat. Nun ſitze ich ſchon eine Stunde hier und warte, und kein Menſch iſt gekommen, mir zu helfen. Bitte, junges Herrchen, ſtehen Sie mir bei!

Von Herzen gern, erwiederte ich bereitwillig,

denn das alte Mütterchen mit ihrem ſchlichten, einfachen

Weſen gefiel mir.»Aber warum über das Gatter klettern? Ich will ihnen lieber die Thür aufmachen, dann haben Sie's bequemer.

Freilich wohl, antwortete Sieaber Sie ſehen ja, das Schloß iſt eingeſchnappt.

Ei, da wollen wir ſchon helfen, ſagte ich.Ein alter Nagel wird ſchon ſeine Dienſte thun, und im Gatter hier ſtecken ihrer genug.

Mit Hülfe meines Meſſers wurde es mir nicht ſchwer, einen verroſteten großen Nagel aus den ver⸗ morſchten Planken zu ziehen mit einem Steine klopfte ich ihn krumm, und nach einigen mißglückten Verſuchen gelang es mir endlich, die Thür zu öffnen.

Sehen Sie, ſagte ich,jetzt iſt geholfen, und nun wollen wir die Thuͤr auch wieder feſt legen.

Schönen Dank, ſchönen Dank, junges Herrchen! erwiederte die Alte mit freundlichem Kopfnicken.Den guten Dienſt, den Sie mir da geleiſtet haben, werd' ich Ihnen nicht vergeſſen. Aber jetzt bitte ich Sie noch um Eines: helfen Sie mir den Korb aufhucken! Ja?«

Recht gern, ſagte ichaber der Korb iſt ſchwer und ich habe jüngere Schultern, als Sie, ich will ihn für Sie bis an den Waldſaum tragen.

Das runzelvolle Geſicht der alten Frau wurde bei meinen Worten immer freundlicher.Ei, ei,« ſprach ſie