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und zu anderen kleinen Ausgaben, und nahm dann freundlich von mir Abſchied.
»Gehab' dich wohl, Baſtel,« ſagte er.„Hier biſt du ſicher und gut aufgehoben. Beſuche die Schule und lerne fleißig. Jeden Sonntag früh neun Uhr kommſt du zu mir und theilſt mir deine Wünſche und Bedürf⸗ niſſe mit. Im Uebrigen bleibt es bei unſerer Verab⸗ redung und Niemand außer deinem Hauswirthe darf erfahren, daß ich es bin, der dich unterſtützt.“
Ich dankte ihm, verſprach pünktlich ſeinen Weiſun⸗ gen zu folgen, und er ging. Ich begab mich auf mein Zimmer— ein hübſches, freundliches Dachſtübchen— und freute mich des glücklichen Wechſels meiner Lage. Dieſe war freilich nicht ſo glänzend, wie auf dem Schloſſe, aber ſie genügte vollkommen meinen beſcheide⸗ nen Wünſchen, und dieß um ſo mehr, als ich nun nicht länger die Verfolgungen Otto's und Friedrichs zu fürchten brauchte. Mein Lebensſchifflein war in einen beſchränkten, aber ſicheren Hafen eingelaufen, und ich dankte Gott, daß es im Sturme, der mich vom Schloſſe verſchlagen, nicht gänzlich geſcheitert war..
Still und zufrieden verlebte ich meine Tage. Un⸗ ermüdlich fleißig, geſtattete ich mir täglich nur ein oder zwei Stunden zum Spazierengehen, was meine liebſte Erholung war; die übrige Zeit brachte ich bei meinen Büchern auf dem Zimmer, oder in der Schule zu. Das Unglück ſchien aufgehört zu haben, mich zu ver⸗ folgen. Baron Alfred war mir ein väterlicher Freund,
und ſeine Güte gegen mich verringerte ſich nicht. Ich
konnte ruhig und ohne Sorge den kommenden Tagen entgegenſehen.
Da begegnete mir eines Abends ein kleines Aben⸗ 5 4 4


