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Kleine Ursachen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Freilich ſagte er's,« erwiederte ſieer wollte mich damit tröſten! Ja, er meinte es gut aber er wußte nicht, daß ich nie auch nur einen Augenblick an deiner Unſchuld gezweifelt habe! Ach, Baſtel, ſo viel Kummer mir Alles gemacht hat, ich wußte ja doch, daß du das nicht gethan haben konnteſt! Ja, Baſtel, das wußte ich! Ich bin ja deine Mutter, ich kenne dich, ich weiß, daß du eher Hungers ſterben, als deinen Wohl⸗ thäter beſtehlen würdeſt! Nein, nein bei allem Gram, bei allen Thränen, die ich vergoß, war mein Troſt doch immer Der da droben und die Gewißheit, daß man dich ungerecht anklagte. Ja, Baſtel, und wenn es wirklich dahin gekommen wäre, daß man dich an den Pranger geſtellt hätte, ſo würdeſt du dort deine Mutter gefunden haben, und würdeſt geſehen haben, daß ſte nicht von deiner Seite gewichen wäre, und geküßt und geſegnet hätte ſie dich vor allen Leuten! Ja, Baſtel, ich ſtand ſchon da, und wartete auf dich! Du hätteſt deine Mutter nicht vermiſſen ſollen!

Oh Mutter, Mutter! rief ich aus und warf mich von Neuem in ihre Arme»Mutter, das wollteſt du thun, und ich, ich Kleingläubiger fürchtete deinen Fluch! Jetzt iſt Alles, Alles gut! Was mir nun auch noch geſchehen möge, ich werde Alles mit Geduld er⸗ tragen, nun ich dein Vertrauen zu mir und deine Liebe kennen gelernt habe! Ja, Mutter, du haſt dich nicht getäuſcht! Schuldlos ſtehe ich vor Gott und dir! Laß nun böſe Menſchen von mir glauben, was ſie wollen! du und Baron Alfred und Herr Walther habt mein Herz erkannt, und Gott kennt es und ſchaut hinein und das iſt mir genug. Jetzt, Mutter, will ich ruhig von dir ſcheiden denn hier, hier tief in meiner Bruſt,