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Kleine Ursachen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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benutzen wollte, lobte ſie mich ſogar, und meinte, wenn ich ihr nur alle Tage ſolchen Korb voll Waldbeeren brächte, ſo wär' ihr alles Uebrige ganz recht. Aber das Nothwendige müſſe natürlich dem Angenehmen vor⸗ angehen.

Nun war Alles gut. Ich ſprach mit dem Herrn Schulmeiſter, der mich ebenfalls wegen meiner guten Vorſätze lobte, empfing Buͤcher von ihm, ſo viel ich bedurfte, und der Wald wurde nun meine Studierſtube. Am frühen Morgen ſchon, wenn kaum erſt der Tag graute, lief ich mit dem Korbe hinaus und ſuchte ſo eifrig nach Beeren, daß ich immer ein paar Stunden für mich zum Lernen erübrigte. Dann legte ich mich in's grüne Moos unter einen Baum, zog meine Bücher aus der Taſche, und lernte nach Herzensluſt, bis die Mittagszeit heranrückte. Nachmittags lief ich zum Schullehrer, erzählte ihm, was ich am Morgen geleſen und meinem Gedächtniſſe eingeprägt hatte, ließ mir von ihm erklären, was mir etwa unverſtändlich geblieben war, und ſammelte auf dieſe Weiſe einen größeren Schatz an Kenntniſſen ein, als vielleicht in der Schule ſelbſt. Beſonders in der Naturgeſchichte war ich ſtark. Alle Käfer, Schmetterlinge, Vögel und vierfüßige Thiere, die es in unſerer Gegend gab, lernte ich ganz genau kennen, und wußte nicht nur die deutſchen Namen, ſon⸗ dern auch die lateiniſchen am Schnürchen. Auch Ge⸗ ſchichte und Geographie lernte ich, und noch ſo manches

Andere, was für den Augenblick zwar ganz kunterbunt

keinem Gedächtniſſe durch einander lag, mir aber in rer Zeit doch wunderbar zu ſtatten kam. Und auf

dieſe ſpätere Zeit werden wir nun bald kommen.

in paar Jahre gingen mir ſo dahin füͤr meine