denen viel Schönes und Lehrreiches ſtand, und freute ſich, wenn er ſpäter bemerkte, daß ich die Bücher mit Aufmerkſamkeit und Fleiß geleſen hatte. Und jetzt ſollte ich nun auf einmal nicht mehr in die Schule gehen und Kenntniſſe ſammeln, ſondern in den Wald hinaus und Heidelbeeren ſuchen. Das war ein harter Schlag für mich. Indeß konnte ich doch weiter nichts thun, als gehorchen. Weinend machte ich mich auf den Weg, ſuchte mir ein Plätzchen aus, wo die Büſche recht dicht bei einander ſtanden, ging an mein Geſchäft und hatte nach ein paar Stunden meinen Korb voll. Und lauter ſchöne Beeren waren es, recht groß und reif und dun⸗ kelblau, keine einzige rothe und verkrüppelte darunter. Ich wollte nun wieder nach Hauſe wandern— aber der Stand der Sonne ſagte mir, daß es noch ziemlich weit bis zur Mittagszeit hin ſei, und da zog ich es vor, noch ein wenig im Walde umher zu ſpazieren. Was ſollte ich daheim? Die Mutter kam doch nicht vor Mittags von ihrer Arbeit nach Hauſe, und hatte noch obendrein die Hausthür verſchloſſen, ſo daß ich alſo nicht einmal hinein konnte. Alſo that ich, was ich ſchon hundert Mal gethan, das heißt, ich lief kreuz und
uer durch den Wald und fing mir Schmetterlinge und
Käfer, für welche ich eine beſondere Liebhaberei hatte. Ihr hättet damals einmal in unſer Stübchen kom⸗
men ſollen. Alle Wände hingen voll von Inſekten, die
ich mit großem Eifer ſammelte, zierlich auf Nadeln ſteckte, was mich der Herr Schulmeiſter gelehrt hatte, und ſorgfältig in hölzernen Käſtchen aufbewahrte, die ich mir natürlich auch ſelbſt zurecht ſchnitzeln mußte. Glasſcherben dazu ſammelte ich im ganzen Dorfe ein, und ſo koſtete mich meine kleine Liebhaberei weiter nichts,
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