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Kleine Ursachen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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das man von der Hütte aus auf eine gute Strecke hin überſehen konnte. Es war ein hoher Genuß für mich, in der Frühe eines ſchönen Sommermorgens auf der Holzbank vor unſerem Häuschen zu ſitzen und meine Augen an dem ſchönen Anblicke zu laben, der ſich weit⸗ hin vor mir ausbreitete. Ueberall Berg an Berg mit runden, bewaldeten Kuppen, wallende Nebel im Thale, die Wellen des Baches blitzend im Sonnenſtrahl, tau⸗ ſendſtimmiger Geſang der munteren Waldvögel nah und fern, das leiſe Rauſchen des Morgenwindes in den Wipfeln der Buchen und Tannen, der Wieſenteppich im Grunde mit Millionen bunten Blumen geſtickt, und Thauperlen gleich ſchimmernden Diamanten darüber hin⸗ geſtreut dazu das ferne Geläut der Kuhheerden, die der Hirt in das Gebirg zur Weide trieb, die Friſche der Morgenluft, der erquickliche Duft der grünen Wäl⸗ der ſtundenlang konnte ich ſitzen und ſchauen und träumen, und wohl kann ich ſagen, daß jene Stunden zu den ſchönſten meines ganzen Lebens gehören.

Als ich größer wurde, durfte ich mich freilich nicht mehr ſo oft dieſem Genuſſe hingeben. Die Mutter meinte mit Recht, wir ſeien nicht reich genug zum Müſſiggehen, und wenn ich eſſen wolle, ſo müſſe ich auch mein Brod verdienen, ſo weit meine Kräfte dazu

i te ich freilich noch nicht viel ein Kind, das beim Herrn kig Leſen und Schreiben ge⸗

das nur aus Gnade und Barm⸗ Mutter kein Schulgeld bezahlen zu Fuße war ich, und eine Stunde rſchens wußte ich ganz genau, wo und beſten Heidelbeeren, Erdbee⸗