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euch wohl erzahlen. Der Abend iſt noch lang— frem⸗ der Beſuch wird uns ſchwerlich ſtören, und ſo.. „Ach ja, lieber Vater— ja, erzähle uns!“ baten die Kinder und rückten ihre Seſſel dicht an den: Lehn⸗ ſtuhl des Geheimeraths, der freundlich die bluͤhenden Wangen Hugo's und die glänzenden Locken Helene's ſtreichelte. „Gern, Kinder, von Herzen gern,“ ſagte er— aämlich, daß die Mutter nichts dagegen nt meine kleinen Abentheuer und Schick⸗ ale ſchon längſt, und würde bei meiner Erzählung am Ende wohl gar Langeweile empfinden.“ „Nein, o nein, beſter Mann,“ erwiederte die Mutter, und rückte ebenfalls näher an den Lehnſtuhl—„du weißt wohl, daß ich dir mit Vergnügen zuhöre, und
derben, aus der ſie zugleich ſo manches Gute lernen können. Geſchwind fange an— wir Alle ſind ganz Ohr. „Gut, gut,“ ſagte der Geheimerath, ſetzte ſich bequem im Lehnſeſſel zurecht, zündete ſich eine Cigarre an, un begann darauf ohne Weiteres ſeinen Vortrag.
Mir iſt es in meiner Jugend nicht ſo gut gewor⸗ den, als euch, Kinder, erzählte er. Ihr ſeid von Wohl⸗ ſtand und Ueberfluß umgeben und habt noch keine der Entbehrungen kennen gelernt, welche ich in den Jahren meiner Kindheit im Ueberfluß erdulden mußte. Für euch iſt immer der Tiſch gedeckt, ihr findet immer warme Kleider, eine warme Stube, ein weiches Bett, während ich, ach wie oft, meinen Hunger mit Waldbeeren ſtillen, in zertiſſenen Kleidern, ohne Schuhe und Strümpfe ein⸗ hergehen, und manche bitterkalte Nacht in einem Heu⸗


