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Kleine Ursachen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wiſſen, iſt nichts in der Welt klein oder groß, vor Ihm

gilt das Sandkorn ſo viel, als der ſtrahlende Son⸗ nenball.«

»Gewiß, lieber Vater, erwiederte Hugoaber ſollte denn ein bloßer Zufall mehr vermögen können, als Fleiß, Ausdauer und redliche Anſtrengung?«

»Zufall, Hugo? Was nennſt du Zufall?« entgegnete der Vater.Iſt denn ein Zufall, wie du ein ſcheinba unvorbereitetes und jedenfalls unvorhergeſehenes Ereig niß nennſt, irgend etwas Anderes, als eine Fügun Gottes? Darin ſteckt aber der Fehler, daß man leich fertig von Zufälligkeiten ſpricht, anſtatt auf den Ur⸗ ſprung aller Dinge zurück zu gehen, und Gott nicht nur in ſeinen großen und erhabenen Schöpfungen, ſondern auch in ſeinen ſcheinbar unbedeutenden Werken zu ſehen und zu erkennen. Ich kann es dir nicht oft genug wiederholen, mein Kind, daß vor Gott nichts groß oder gering iſt! Der Schöpfer der Welt iſt auch der Schöpfer des Sonnenſtäubchens, und für das Geringſte hat er dieſelbe Sorgfalt und Weisheit, wie für das Erhabenſte, das uns kurzſichtigen Menſchen nur darum größer und erhabener ſcheint, weil wir eben mit beſchränktem Geiſte und blödem Auge ſehen. So leitet Gott auch die Ge⸗ ſchicke der Menſchen mit unendlicher und unerforſchlicher Weisheit, und wir, wenn wir nicht ſogleich ſeine An⸗ ſichten durchſchauen, ſind häufig thöricht genug, einen Zufall zu nennen, was eine weiſe und voll ommene Anordnung des Ewigen iſt. Mein ganzes Lebensglück verdanke ich, wie geſagt, einer Kette ſolcher ſogenannten Zufälligkeiten, und wenn ihr einige Erinnerungen aus meinem früheren Leben anhören mögt, ſo will ich ſie