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Unter der Erde : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Grade ſo hab' ich mir das Unglück erklärt, er⸗ wiederte der Berghauptmann.»Nun, der Schaden wird ausgebeſſert werden, und wenn erſt unſere Dampf⸗ Pumpen ſpielen, werden auch die Gruben bald wieder waſſerfrei ſein. Für jetzt iſt's genug, daß ich Euch, meine wackeren Männer, gerettet ſehe! Womit habt Ihr nur Euren Hunger geſtillt? Hattet Ihr zufällig Vorräthe von Lebensmitteln bei Euch?«

Friedel erwiederte einfach, ſie hätten Alles mit ein⸗ ander getheilt, was ſie an Speiſen gehabt hätten; aber mit dieſer Erklärung gaben ſich die Uebrigen noch nicht zufrieden, ſondern erzählten von dem Edelmuthe des Oberſteigers und ſeines Sohnes, dem allein ſie es zu verdanken hätten, daß man ſie noch Alle am Leben ge⸗ troffen habe. Friedel wollte Einſprache erheben, aber der Berghauptmann verwies ihn ſanft zur Ruhe, und ließ ſich die Vorfälle auf das Allergenaueſte berichten, hierauf reichte er Friedel und Hans nochmals die Hand.

Ihr ſeid Ehrenmänner, ſagte er. Es iſt meine Pflicht, über das Vorgefallene höchſten Amts Bericht zu erſtatten, und dies ſoll im vollſten Umfange und ganz der Wahrheit gemäß geſchehen. Auch die brave Mutter Domann verdient unſer Aller aufrichtigen Dank! Aber jetzt genug! Die Leitern ſind in Ord⸗ nung, fühlt Ihr Euch ſtark genug, Leute, ſte zu erſteigen?

Alle bejahten dieſe Frage.

Dann vorwärts mit Gott! Wir dürfen Eure Lieben nicht zu lange auf Euch warten laſſen. Immer fünf auf einmal beſteigen den Kübel, bis ſie zur unter⸗

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