-
ſeine beiden Hände hin.„Dem Himmel ſei Dank, daß ich Euch Alle am Leben und bei guter Geſundheit antreffe! Alle Eure Angehörigen, Väter, Mütter, Weiber und Kinder, die oben freudeweinend harren, ſchicken Euch durch mich die herzlichſten Grüße zu.«
„»Dank Ihnen, Herr Berghauptmann, für dieſe Grüͤße,“ nahm Friedel ehrerbietig das Wort,—„Dank Ihnen aber vor Allem für die Hülfe, die Sie uns zu⸗ gewendet haben. Gott vergelte Sie Ihnen in Zeit und Ewigkeit.“
„Still, ſtill, guter Mann,“ unterbrach ihn der Berg⸗ hauptmann,„wir haben nur unſere Schuldigkeit ge⸗ than, alſo genau daſſelbe, was Ihr in unſerer Stelle ebenfalls gethan haben würdet. Ich danke nur Gott, daß wir an der richtigen Stelle eingehauen haben, denn wir konnten ja nicht wiſſen, ob Ihr Euch in die Eli⸗ ſabeth⸗Grube geflüchtet hättet. Die Vermuthung hegten wir wohl, da grade dieſe Grube von Allen am höchſten gelegen iſt, und wir zweifelten auch nicht da⸗ ran, daß Einigen von Euch der zugeſchüttete Schacht von früher her bekannt ſein müßte. Dennoch empfan⸗ den wir die lebhafteſte Beſorgniß um Euch, bis wir endlich das Pochen Eurer Hacken hörten. Nochmals, Gott ſei Dank, daß er uns mit ſeiner Weisheit er⸗ leuchtet und uns an die richtige Stelle geführt hat!
Jetzt aber, Oberſteiger Friedel könnt Ihr uns erklären,
wie es gekommen iſt, daß beinahe ſämmtliche Gruben und Stollen von Waſſer überfluthet wurden?“
„Das Pumpenwerk brach, Herr, und öffnete im Zuſammenſtürzen den wilden Waſſern einen Abfluß,“ verſetzte Friedel.„Wir mußten eiligſt hierher flüchten, um nicht zu ertrinken.«


