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und gleich darauf erſchienen mehrere Bündel und Pa⸗ ckete mit dem verſprochenen Proviante. Jubelnd wur⸗ den ſie in Empfang genommen und der Inhalt unter die erſchöpften Leute vertheilt, die mit unſäglichem Hoch⸗ genuſſe die reichliche Mahlzeit verzehrten. Friedel ſprach alsdann mit lauter Stimme ein aus innerſtem Her⸗ zen kommendes Dankgebet, das die Leute leiſe nach⸗ beteten.
Von Oben her vernahm man immer noch das Schürfen und Hacken der Rettungs⸗Mannſchaften. Da, nach einer Stunde etwa, rief der Berghauptmann in die Grube hinunter:„Tretet auf die Seite, Männer, damit Niemand beſchädigt wird. Der letzte Schutt, der uns noch von einander trennt, wird ſehr bald in die Grube hinunter ſtürzen!“
Die Leute gehorchten auf der Stelle der empfange⸗ nen Weiſung, und Friedel ſchrie hinauf, daß es geſche⸗ hen ſei. Das Pochen und Schürfen im Schachte dauerte fort. Plötzlich aber vernahm man ein gewal⸗ tiges Donnern und Krachen, und wie aus einem Schornſteine polterten große Maſſen Schutt und Trüm⸗ mer aus dem Schachte in die Grube hinunter.
Als der Staub, der dabei in mächtigen Wolken aufwirbelte, ſich verzogen hatte, drang ein Schimmer des Tageslichtes durch die Finſterniß der Grube, und wurde mit lautem Wilkommen begrüßt. Nicht lange darauf folgte dem Tageslichte ein in Ketten hängender großer Kuͤbel, aus welchem der Berghauptmann mit dem Bergmeiſter und einigen anderen Beamten des Grubenwerkes ausſtieg, und mit herzlichen Worten die ſo lange begraben geweſenen Männer begrüßte. 3
„Glückauf!« rief er ihnen zu, und reichte Allen
unter der Erde. 6


