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Ein neuer Ausbruch der Freude folgte dieſen Wor⸗ ten. Friedel aber nahm eines von den geleerten Gru⸗ ben⸗Lämpchen, reinigte es ſorgfältig, goß aus der Flaſche etwas Wein hinein, und reichte das Gefäß Einem nach dem Anderen. Es kam freilich auf Jeden faſt nur ein Fingerhut voll Wein. Dennoch fuͤhlten ſich die Leute wunderbar von dem kräftigen Geträͤnke erquickt. Aus den vorher trübſinnig geſenkten Augen blitzte jetzt wie⸗ der friſcher Lebensmuth, und, ohne nur dazu aufgefor⸗ dert zu ſein, griffen die braven Leute wieder zu den weggeworfenen Hacken, um die unterbrochene Arbeit mit frohem Muth wieder aufzunehmen.
Friedel und Hans gingen auch hierin mit gutem Beiſpiele voran. Schon ſchwebten zehn Hacken in der Luft, um im nächſten Augenblick auf das Geſtein nie⸗ der zu fallen und nach Oben hin weiter Raum zu ſchaffen, da tönte ein lautes:„Halt!“ aus Friedels Munde.
Der Ton ſeiner Stimme wirkte ſo erſchütternd auf die Leute, daß ſie ſofort regungslos ſtehen blieben, und verwundert ihren Oberſteiger anſtarrten.
„Gott im Himmel, Ihr Leute, hört Ihr denn nichts,“ ſagte dieſer mit vor innerer tiefſter Erregung zitternder Stimme.„So horcht doch nur!« Ueber unſeren Köpfen vernehme ich Geräuſch! Die Retter nahen, und Gott, der Barmherzige, ſei geprieſen!«
Die Leute hielten den Athem an, und lauſchten. Friedels feines Gehör hatte ihn nicht getäuſcht; ein noch leiſes und entferntes, aber doch deutlich vernehm⸗ bares dumpfes Pochen drang von Oben her zu den aufhorchenden Männern. Einige Augenblicke lauſchten ſie darauf mit athemloſem Schweigen. Dann entriß
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