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Unter der Erde : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſich Aller Bruſt ein lautes Jubel⸗Geſchrei, und unter ſtrömenden Freudenthränen fielen ſie einander um den Hals, oder ſanken auf die Kniee nieder, und be⸗ teten.

Von dieſem Augenblick an konnten ſie ſich für ge⸗ rettetet anſehen, und jedes Herz wurde deshalb von frohen Hoffnungen erfüllt. Aber ſie feierten nicht, ſon⸗ dern nahmen, nachdem der erſte Freuden⸗Taumel ver⸗ rauſcht war, von Neuem ihre Werkzeuge zur Hand, um den oben arbeitenden Errettern zu Hülfe zu kommen.

Obgleich von beiden Seiten geſchah, was irgend in menſchlichen Kräften ſtand, vergingen doch noch mehr als vierundzwanzig Stunden, bis endlich der Schacht durchbrochen wurde, und die Stimme des Berghaupt⸗ manns von oben her fragte:

Glückauf, Ihr Männer! Lebt Ihr noch Alle?«

Alle, Dank der gütigen Vorſehung, die uns gna⸗ denreich beigeſtanden hat, verſetzte Friedel.

Lauter Jubel drang nach dieſen Worten von oben her in die tiefe Gruft, ein Jubel der erſt nach gerau⸗ mer Weile wieder verſtummte. Dann rief der Berg⸗ hauptmann von Neuem:»Gebt Acht, Ihr Männer, man wird Euch Brod, Fleiſch und Wein an einem Stricke hinablaſſen, damit Ihr Euch ſtärken könnt, während wir den Schacht um ſo viel erweitern, daß wir Leitern anſetzen können.

»Tauſend Dank, Herr Berghauptmann, verſetzte Friedel.»Die Lebensmittel ſind uns ſehr willkommen, denn wir ſind Alle ziemlich ausgehungert!

Gebt Achtung, und wohl bekomme Euch die Mahl⸗ zeit!« ertönte die Antwort des Berghauptmanns,

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