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Unter der Erde : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Mein armes Weib! ſeufzte leiſe der Oberſteiger. Ich ſoll dich alſo nicht wiederſehen? Und mein armer Knabe! So jung noch, ſoll er ſchon elendiglich um⸗ kommen? Es iſt ein bitterer Kelch, du mein Gott, den du mich leeren läſſeſt!«

Indem er die letzten Worte vor ſich hin murmelte, fühlte er ſich ſagft am Arme ergriffen, und erblickte, ſich umwendend ſeinen Sohn, der mit bedeutſamer Miene einen Finger auf den Mund drückte, und dem Vater winkte, ihm zu folgen. Er führte ihn in einen entfernten, dunklen Winkel der Grube. Hier ſtehen blei⸗ bend, ſagte er flüſternd:

Verzweifle nicht, lieber Vater, wir Beide wenig⸗ ſtens ſind noch lange nicht verloren. Da, fühle, was ich hier habe!

Er reichte ihm das geöffnete Körbchen hin, welches Frau Domann ihm aufgedrungen hatte. Der Vater warf einen Blick darauf, und konnte einen lauten freudigen Ausruf nicht unterdrücken, als er in dem Korbe eine volle Flaſche, einen großen halben Leib gu⸗ tes, nahrhaftes Schwarzbrod und ein mehrere Pfund ſchweres Stuͤck kalten Braten entdeckte.

Um Gottes willen, Vater, ſei ſtill!« flüſterte ihm Hans ängſtlich zu.Wenn die Leute merken, daß wir im Beſitze dieſes Schatzes ſind, ſo werden ihn Alle mit uns theilen wollen! 3

Der Oberſteiger ſah mit großen Augen ſeinen Sohn an.

Und willſt du denn nicht theilen mit unſern Un⸗ glücks⸗ und Leidensgefährten?« fragte er ihn mit ern⸗ ſter Miene.Wie, Hans, du könnteſt in Wohlleben