Biſſen davon, bevor ſie für die willkommene Speiſe danken konnte. Dann aber hob ſie ihr faltenreiches, aber ehrliches, gutes Geſicht zu Hans auf und ſah ihn mit zärtlichem Blicke an.
„Dank, Hanſel, tauſend Dank,“ ſagte ſie,—„du haſt einer alten Fran eine große Wohlthat erwieſen und mir vielleicht gar mein Bischen Leben gerettet. Gott ſegne dir's Hanſel! Dir wird es ſchon noch ein⸗ mal recht gut ergehen in der Welt, denn du biſt von klein auf ein braves Kind geweſen, und haſt noch Liebe und Anhänglichkeit zu alten Leuten, die nicht mehr ſo rüſtig vorwärts können, wie in vergangener Zeit. Gott ſegne dich, Hanſel! Du biſt ein guter Junge!“
„Ach, ſein Sie doch nur ſtill, Mütterchen,“ verſetzte Hanſel ganz verlegen über die Lobſprüche der alten Frau.„Es freut mich von Herzen, wengges Ihnen gut ſchmeckt, und ich möchte nur, daß ich in noch ein Butterbrod geben könnte. Aber leider hab ich kei⸗ nes mehr! Wie wär' es, Mutter Domann, wenn ich zuruͤckliefe in's Dorf, und noch eins holte? Die Mut⸗ ter gibt es mir gern, und in einem halben Stündchen könnt' ich wieder zurück ſein!«
„Ja, ja, ich ſchon, du biſt ein ſeelenguter Junge, und haſt Herz auf dem rechten Flecke,“ erwiederte das alte Mütterchen ſichtlich gerührt, und ſtreichelte die blühende Wange des Knaben.„Aber es iſt nicht noͤthig, daß du dir dieſe Muͤhe machſt, denn ich habe vollauf genug an dieſem Butterbrode. Nein, ich danke dir, es iſt nicht nöthig, der Heißhunger iſt ſchon ganz verſchwunden, und ich fühle mich wieder ſo
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