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Unter der Erde : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Platz an einem einzeln ſtehenden Tiſche dicht neben der Wanduhr ein. Hier beſtellte er ein Glas Bier, und während der Wirth es holte, ſchnellte er mit einer ra⸗ ſchen Fingerbewegung den Zeiger der Wanduhr um faſt eine Stunde zuruͤck. Keiner von den übrigen Gä⸗ ſten hatte es geſehen, denn Keiner richtete einen Blick auf ihn. Aller Augen waren von ihm abgewendet, und Jeder ſchien abſichtlich ſeinen Anblick zu meiden, da er ſeit dem brutalen Angriffe Uli's gegen Hans Friedel, den man des Vaters Aufhetzerei zuſchrieb, bei den Bewohnern des Dorfes nicht eben beliebter, als früher geworden war.

Lorenz kümmerte ſich nichts darum, oder that we⸗ nigſtens ſo, obgleich ſein Herz von Groll und Aerger angefüllt war.

Nur Geduld!« ſprach er grimmig und mit einem ſcheelen Blicke auf die Leute vor ſich hin,wenn ich erſt Oberſteiger ſein werde, ſo will ich Euch ſchon den gehörigen Reſpekt beibringen!

Der Wirth kam mit einem Kruge voll ſchäumenden Bieres aus ſeinem Keller zurück, und Lorenz trank da⸗ raus, indem er ſich ganz ſtill auf ſeinem Sitze verhielt, bis Einer von den übrigen Gäſten, der zufällig einen Blick auf das Zifferblatt der Wanduhr warf, in über⸗ raſchtem Tone ſagte:

Der tauſend, erſt ſieben Uhr, ich habe ge⸗ meint, es müſſe faſt um acht Uhr ſein! Na, Herr Wirth, dann nur noch ein Krügel vom beſten Fäß⸗ chen her!

Mir auch! Mir auch!« riefen die Uebrigen, und auch Lorenz beſtellte ein neues Krügel.

Während er in Abſätzen davon trank, wußte er es