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des ſchuftigen Halunken könnte mich verrathen. Nein, nicht jetzt! Es wird ſich ſchon eine andere Gele⸗ genheit bieten, die ſich beſſer als die jetzige benutzen läßt. Und dann werde ich Oberſteiger, und dieſer Kerl hat mir nichts mehr zu befehlen! Oh, wie ich ihn haſſe!“
Mittlerweile kam Friedel näher und näher, und ſchritt dicht an der großen Eiche vorbei, ohne Lorenz hinter dem ellendicken Stamme derſelben zu bemerken. Lorenz verhielt ſich ſtill, und blickte ihm mit von Bos⸗ heit funkelnden Augen nach. Als Friedel ſich etwa hundert Schritte von ihm entfernt hatte, richtete ſich Lorenz langſam auf, und folgte ihm in gemeſſener Ent⸗ fernung nach, wobei er die Vorſicht beobachtete, ſich immer hinter Büſchen und Bäumen verſteckt zu halten, ſo daß er weder von Friedel, noch von den Holzhauern geſehen werden konnte, welche Letztere eine kurze Strecke vom Fußpfade entfernt, auf einer Waldlichtung die al⸗ ten Stümpfe und Wurzeln früher gefällter Bäume ausrodeten. Lorenz hörte, wie Friedel dieſen Leuten freundlich guten Abend wünſchte, ein Gruß, welcher von der Lichtung her eben ſo herzlich erwiedert wurde. Dann ging Friedel ſeines Weges weiter, und Lorenz folgte ihm immer nach in der ſchon erwähnten vorſich⸗ tigen und verſtohlenen Weiſe.
Zu welchem Zwecke dies geſchah, wußte er vielleicht ſelbſt nicht ganz genau. Vielleicht wollte er dem Feinde ſo lange nachſchleichen, bis Beide eine Stelle im Dickicht erreichten, die, einſam und menſchenleer, Lorenz zu einem Anfalle auf den verhaßten Feind, ohne der Gefahr der Entdeckung ausgeſetzt zu ſein, benutzen konnte; vielleicht trieb ihn auch nur Neugierde hinter
Unter der Erde. 2


