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Unter der Erde : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſo eiſenfeſte, ſtarke Mann zitterte an allen Gliedern. Laßt uns nachſehen, Freunde! Vielleicht iſt ſchnelle Hülfe nothwendig!«

Eilig wandte er ſeine Schritte dem Spielplatze zu, aber ſchon kam ihm von dort ein Haufen weinender und laut jammernder Knaben entgegen, die ſich um eine Tragbahre drängten, auf welcher die mit Blut beſu⸗ delte Geſtalt eines etwa zwölfjährigen Knaben, beſin⸗ nungslos, wie es ſchien, ausgeſtreckt lag. Vier Männer trugen die Bahre, ſetzten ſie aber wie von einem gleich⸗ zeitigen Impulſe getrieben, ſanft auf den Raſen nieder, als ſie den Oberſteiger Friedel bleich und in ſichtlich furchtbarer Aufregung auf ſich zukommen ſahen.

Das iſt ein trauriger Anblick für einen Vater, ſagte Einer von den Trägern mitleidig.Wir ſollten ſchnell ein Tuch über den armen Jungen decken, damit der Schrecken nicht allzugroß und plötzlich iſt.

Das würde ja doch nichts helfen, erwiederte ein Anderer.Erfahren muß er's ja unter allen Umſtän⸗ den, und je eher dem armen geſchlagenen Jungen Hülfe gebracht wird, deſto beſſer iſt's für ihn und den Vater. Da iſt er ſchon! Nun, das wird einen trau⸗ rigen Auftritt geben.

In der That drängte ſich der Oberſteiger Friedel mit wilder Haſt durch den Knabenſchwarm, der die Bahre umringte, und ein greller Schrei entrang ſich ſeiner Bruſt, als er in der dort liegenden, blutüber⸗ ſtrömten, beſinnungsloſen Geſtalt ſeinen einzigen Sohn erkannte.

Barmherziger Himmel! rief er aus, indem er

neben der Bahre niederkniete und mit entſetztem Blick