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Tüchtig und untüchtig : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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treffen des würdigen alten und reichen Herrn geſchah, das kann ſich ein Jeder ſelber leicht denken.

s bleibt alſo dabei, ſagte Herr Winter, als ſich Leo nach einer ſtundenlangen Unterhaltung von ihm verabſchiedete.Du biſt von jetzt an mein Pflegeſohn, und wirſt heute noch mit deiner Mutter eine Wohnung in meinem Hauſe beziehen. Das Häuschen draußen wollen wir in Zukunft als Sommer⸗Aufenthalt benutzen, da mir der wilde Eisſtrom ja mein eigenes Landhaus zerſtört und weggeriſſen hat. Hole alſo deine Mutter. Ich erwarte euch in ſpäteſtens zwei Stunden, und werde hier mittlerweile das Nöthige für euer bequemes Unter⸗ kommen beſorgen. Adieu, mein lieber Junge, und auf baldiges Wiederſehen!

Alles geſchah, wie Herr Winter es anordnete. Leo's Mutter ſträubte ſich natuͤrlich nicht, die Wohl⸗ thaten des reichen Mannes anzunehmen, der Leo ein zweiter Vater zu ſein verſprach, und ihm die beſten Ausſichten für eine geſegnete Zukunft eröffnete. Herr Winter, Frau Trudchen und Leo bildeten fortan nur Eine Familie, und beglückten ſich gegenſeitig durch die aufrichtigſte und innigſte Liebe.

Wir ſind mit unſerer kleinen Erzählung nun eigent⸗ lich am Ende. Nur einen flüchtigen Blick wollen wir noch auf die wichtigſten darin vorkommenden Perſonen werfen, und zuſchauen, wie es nach Ablauf von zehn Jahren bei ihnen ausſieht. Es iſt ſchnell erzählt.

Herr Winter alſo, Frau Trudchen und Leo ſind

alle drei noch friſch und geſund, aber ſie wohnen nicht

mehr in des alten Herrn Hauſe in der Stadt, ſondern in dem ſchönen, vom Parke umgebenen Gebäude des Herrn Bolten in der Nähe der Werfte. Leo hat ſich