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Tüchtig und untüchtig : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Was, um Gotteswillen iſt geſchehen, daß ich dich bei einer ſolchen Beſchäftigung finden muß?«

Und ehe ſich Leo noch von ſeiner Ueberraſchung er⸗ holen konnte, ſtand Herr Winter neben ihm, und ſchloß ihn auf offener Straße in ſeine Arme.

Laß deine Arbeit jetzt ruhen, und folge mir in meine Stube,« fügte er hinzu.Du mußt mir Alles erzäh⸗ len, was dir während meiner Abweſenheit paſſirt iſt! Ich fürchte, ich werde ſchlimme Dinge erfahren. Gro⸗ ßer Gott, daß ich auch nichts früher vernahm, und dich nun als Taglöhner auf der Straße finden muß!«

Das iſt ja nichts Schlimmes weiter, Herr Win⸗ ter, verſetzte Leo, der ſich mittlerweile gefaßt hatte. Arbeit iſt keine Schande, und nun gar nicht, wenn man für eine gute Mutter arbeitet.

Und dein Vater?

Eine traurige Geberde Leo's war die Antwort.

Alſo todt! Welch' ein Unglück! Komm, komm, Leo! Hier auf der Straße läßt ſich nicht reden. Folge mir!.

Sogleich, Herr Winter, erwiederte Leo.Ge⸗ ſtatten Sie mir, die paar Scheite da noch klein zu ma⸗ chen, dann bin ich mit meiner Arbeit zu Ende und habe mein Tagelohn redlich verdient.

Es iſt nicht nöthig, das kann ein Anderer beſor⸗ gen,« verſetzte Herr Winter.

Aber Leo ließ ſich nicht abhalten. Eiligſt beendigte

er ſein Geſchäft und folgte dann Herrn Winter in das

Haus. Er hatte die letzte Klafter Holz in ſeinem Leben für Taglohn geſägt, denn was nach dem Zuſammen⸗