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Tüchtig und untüchtig : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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kommen. Eine Klafter Holz wenigſtens will ich dir jeden Tag zuweiſen, und da verdienſt du doch regel⸗ mäßig deinen Thaler alle Tage!«

Oh, das iſt genug für mich und meine Mutter! rief Leo erfreut aus.»Mit wahrer Luſt will ich ſä⸗ gen und ſpalten, wenn die Arbeit ſo gut bezahlt wird!«

So komm, ich will dir ein paar Zeilen für den Herrn Regierungsrath mitgeben, ſagte der Inſpector, und ging nach ſeinem Expeditions⸗Zimmer.

Mit dieſem Briefe begleitete Leo den Holzwagen, der vor einem großen ſchönen Hauſe in der Hauptſtraße anhielt. Während das Holz abgeladen wurde, gab Leo ſeinen Brief ab, und, obgleich ihn der Herr Re⸗ gierungsrath mit einem etwas zweifelnden Blicke von oben bis unten muſterte, ertheilte er doch die Erlaub⸗ niß, daß Leo die Arbeit übernehmen dürfe. Wer war froher, als der wackere Knabe? Mit Eifer ſchritt er zum Werke, und ehe noch vier Stunden verfloſſen wa⸗ ren, hatte er ſeine Aufgabe gelöſt, und ſteckte vergnügt den blanken Thaler ein, welche ihm der Herr Regie⸗ rungsrath mit einigen belobenden Worten einhändigte.

Du biſt fleißig geweſen und haſt deine Sache gut gemacht,« ſagte der Regierungsrath.»Ich werde den Holzhof⸗Inſpector bitten, dir auch für die Folge das Kleinmachen meines Holzes zu übertragen.

Zufrieden und glücklich bedankte ſich Leo, und eilte dann nach Hauſe, um ſeinem Mütterchen den erſten Thaler, den er durch rechtſchaffene Arbeit verdient hatte, zu üͤberbringen. Die Mutter freute ſich, und liebkoſte ihren wackeren Sohn. Auch ihre Sorge für die Zu⸗ kunft ſchwand dahin, als ihr Leo erzählte, daß d