nach dem Hauſe eines gewiſſen Herrn Winters zu
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Holzhofs⸗Inſpector ihm verſprochen habe, täglich für ihn Sorge zu tragen; und vielleicht zum erſten Male ſeit dem Tode ihres braven Mannes athmete ſie wie⸗ der mit erleichtertem Herzen auf.
Der Herr Inſpector hielt Wort. Jeden Morgen erſchien Leo auf dem Holzhofe, und jeden Morgen wurde ihm eine Klafter Holz zugewieſen, die er klein zu machen hatte. Schon nach wenigen Wochen war ihm dieſe Arbeit ſo zur Gewohnheit geworden, daß ſie ihn kaum mehr anſtrengte. Gewöhnlich ſchon gegen Mittag war er mit dem Sägen, Spalten und Auſſchich⸗ ten des Holzes fertig, und konnte der Mutter ſeinen Verdienſt überbringen. Derſelbe reichte vollkommen aus, die nothwendigen Lebensbedürfniſſe zu beſtreiten, und Leo gewann dadurch Zeit, die er mit eiſernem Fleiße zu ſeiner ferneren theoretiſchen Ausbildung ver⸗ wendele. Die Schule konnte er freilich nicht mehr be⸗ ſuchen, aber es fehlte ihm nicht an Büchern, die er ſtudirte, und ſo Tag für Tag ſeine Kenntniſſe ver⸗ mehrte. Der Herr Direktor unterſtützte ihn dabei nach Kräften, und brachte manche Nachmittags⸗Stunde in dem kleinen Häuschen neben den Werften zu, um die einſamen Studien Leo's zu regeln und ihm wohlwol⸗ lende, fördernde Rathſchläge zu ertheilen. So kam es, daß Leo auch geiſtig immer weiter ſich ausbildete, und faſt nichts dadurch verlor, daß er den Unterricht in der Schule entbehren mußte.
Etwas über ein Jahr hatten dieſe einfachen Ver⸗
hältniſſe ſo fortgedauert, ohne irgend eine Unterbrechung
zu erleiden, als Leo eines Tages vom Herrn Inſpektor
dem Holzhofe die Weiſung erhielt, unverzüglich
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