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Tüchtig und untüchtig : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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hoch über den Wolken lebt noch, und Er wird uns nicht ganz verlaſſen! Sieh' auf mich! Ich bin geſund, kräftig und gewandt! Die Schule muß ich nun freilich auf⸗ geben, aber meiner Hände Arbeit wird hinreichen, uns von der ärgſten und ſchlimmſten Sorge, der ſchwe⸗ ren Sorge um das tägliche Brod, zu bewahren. Ich kann arbeiten, und ich will arbeiten, Mütterchen! Ver⸗ laſſe dich auf mich! Und müßte ich Holz ſpalten oder die Gaſſen kehren müſſen, am Nothwendigſten wird es uns nicht fehlen. Gräme dich nicht über den Geiz und die Undankbarkeit des reichen Mannes, der es ganz vergeſſen zu haben ſcheint, daß ich eines Tages ſeinem einzigen Sohne das Leben gerettet habe, der es ganz vergeſſen zu haben ſcheint, daß mein Vater ſein beſter und treueſter Arbeiter geweſen iſt! Stütze dich auf mich! Auf meiner Arbeit, mag ſie auch noch ſo niedrig ſein, wird jedenfalls Gottes Segen ruhen.

Die Thränen der Mutter verſiechten bei dem tröſten⸗ den Zuſpruche ihres Sohnes.

»Du biſt mein gutes Kind, und ein treues, redliches Herz, ſagte ſie, indem ſie mit weicher Hand ſeine glühende Wange ſtreichelte.Aber du biſt ja noch zu jung, um uns Beiden helfen zu können.

»Glaube das nicht, Mütterchen, verſetzte Leo eifrig. »Bei Zeiten ſchon habe ich meine Kräfte geübt und meine Glieder geſtählt, und was ein gewöhnlicher Tage⸗ löhner leiſtet, das bezweifle ich nicht, ebenfalls leiſten zu können. Morgen in aller Frühe gehe ich in die Stadt, um Arbeit zu ſuchen, und ich weiß, ich werde finden, was ich ſuche. Oh Mutter, Alles wird gut gehen! Wie freue ich mich, daß ich auf dem Turn⸗ platze und in der Schwimmſchule meine Glieder ge⸗

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