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ſpreche ihm außerdem die freie Benuͤtzung meiner Bib⸗ liothek, ſo daß Sie nicht viel Geld für Bücher auszu⸗ geben noͤthig haben. Alſo erfuͤllen Sie meinen Wunſch, Meiſter Hagen. Es würde mir ſchmerzlich leid thun, wenn die ſchönen Talente Leo's nicht zur Blüthe kom⸗ men und keine Früchte tragen ſollten.“
„Was meinſt denn du dazu, Mutter?« wandte ſich Meiſter Hagen an Frau Trudchen, welche dem Ge⸗ ſpräche der beiden Männer mit lebhafteſter Aufmerkſam⸗ keit und Spannung gefolgt war.
„Ich? Was ich meine?“ erwiederte die Mutter ſchnell.„Ich meine, daß wir dem Herrn Direktor den innigſten Dank für ſeine Güte ſchuldig ſind, und unbedingt ſeinem Rathe folgen müſſen. Das meine ich! Und mache dir nur keine Sorge wegen der Zukunft, lieber Mann. Haben wir bis jetzt ohne große Sorgen gelebt, wird Gott ſeinen Segen auch für die Folgezeit geben. Und im allerſchlimmſten Falle, wenn, was der Himmel gnädig verhüten wolle, uns ein ſchweres Un⸗ glück träfe, ſo wäre es ja immer noch Zeit, unſern Leo Zimmermann werden zu laſſen. Das lernt ſich leichter und ſchneller, als die gelehrten Sachen, die er eben nur in der Schule lernen kann. Habe ich nicht recht, Herr Direktor?“
„Vollkommen, werthe Frau,“ erwiederte dieſer freund⸗ lich.„Was meinen Sie nun, Meiſter?«
„Ich gebe mich gefangen,“ antwortete der Vater. „Vorausgeſetzt, daß Leo ſelber Luſt hat, eine mehr wiſ⸗ ſenſchaftliche Laufbahn, als ſeines Vaters ehrliches Handwerk zu wählen.“
»Fragen Sie ihn,“ ſagte der Herr Schuldirektor.
Komm' einmal her, Leol«


