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Tüchtig und untüchtig : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Leo kam. Seine Wangen glühten vor Aufregung und ſeine Augen blitzten, denn er hatte vor der Laube jedes Wort, was darin geſprochen wurde, gehoͤrt. Er wartete auch nicht einmal eine an ihn gerichtete Frage ab.

Oh, lieber Vater, ſagte er,wenn es möglich wäre, daß ich die Schule fort beſuchen dürfte, das würde mich ganz glücklich machen!«

»Nun denn, ſo möge es geſchehen, und Gott gebe ſeinen Segen dazu!!« ſprach Meiſter Hagen.

Bravo! rief der Herr Direktor aus, während Leo jubelnd an die Bruſt des gütigen Vaters flog, und

ihn mit leidenſchaftlicher Zärtlichkeit umarmte.

»Das iſt herrlich!« rief er.Haſt du's auch ge⸗ hört, Alfred? Ich darf die Schule fort beſuchen!«

Was es darüber zu freuen giebt, verſtehe ich nicht,« antwortete Alfred gleichgültig. Ich bin froh, daß ich zu Oſtern herauskomme aus der Schule, und daß die ewige Plackerei mit dem Lernen ein Ende hat.

Aber lernen, immer lernen iſt ja doch eine wahre Freude, entgegnete Leo.

Ach was, eine Plage iſt es, eine wahre Plage, entgegnete Alfred phlegmatiſch.Na freilich, du ſmußt ſchon ſo ſprechen, weil dein Vater arm iſt. Meiner aber iſt reich, und darum brauch' ich den gelehrten Schund nicht!«

Du ſprichſt als ein thörichter Knabe, Alfred, nahm der Herr Direktor jetzt ſehr ernſt das Wort.»Was iſt Geld? Was iſt irdiſcher Reichthum. Sie ſind, wie eine Welle im Sturme, eben noch gewaltig und groß, und im nächſten Augenblicke verronnen in Nichts! Wiſſen aber iſt Macht! Und eine Macht, die Nie⸗