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vielleicht ſchon auf euch wartet, da wir uns ein wenig verſpätet haben. Ich werde noch hier bleiben, um ein paar Worte mit Meiſter Hagen zu plaudern. Gute Nacht allerſeits!“
„Gute Nacht! gute Nacht, Herr Direktor!“ erwie⸗ derten die Knaben, und gingen. Nur Leo und Alfred blieben zurück, letzterer in der Hoffnung, für Geld und gute Worte doch noch in den Beſitz des jungen Adlers zu kommen,— einen Handel, den jedoch Leo rundweg abſchlug.
„Ich bin in einer beſonderen Abſicht noch geblieben,“ ſagte der Herr Direktor mittlerweile zu Meiſter Hagen. „Sie müſſen mir eine Gefälligkeit erweiſen, Meiſter.“
„Herzensgern, verehrter Herr,“ verſetzte dieſer,— „wenn es in meinen Kräften ſteht. Womit kann ich Ihnen dienen?«
„Kurz und rund heraus, Meiſter,— iſt es wahr, daß Sie Ihren Leo künftige Oſtern aus der Realſchule nehmen wollen? Mir iſt nämlich eine Aeußerung dieſer Art zu Ohren gekommen.“
„Ja, Herr, das iſt richtig! Sehen Sie, Leo ſteht nun in dem Alter, wo er als Lehrburſche eintreten muß, wenn einmal ein tüchtiger Schiffszimmermann aus ihm werden ſoll!«
„Aber das ſoll und darf er aber nicht werden, Meiſter, wenigſtens wenn Sie meinen Bitten und Vor⸗ ſtellungen Gehör geben wollen. Es wäre Jammer und Schade um den Knaben, wenn ihm nicht Gelegenheit geboten würde, ſich zu einer weit höheren Stufe, als zu einem wenn auch noch ſo tüchtigen Handwerker em⸗ por zu ſchwingen. Er iſt mein fähigſter und fleißigſter Schüler, und ich ſtehe Ihnen dafür, daß er nach weni⸗


