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ſcheinlich auf Raub ausgezogen waren, als ich die Jun⸗ gen holte, war zurückgekehrt, und mußte wohl die klei⸗ nen Ungethüme kreiſchen gehört haben,— denn ſie kreiſchten und quickten auch in dem Netze noch ohne Aufhöͤren fort. Ich vernahm plötzlich einen gellenden Schrei, und gleich darauf das Rauſchen mächtiger Flü⸗ gel. Unmittelbar nachher fühlte ich die Fänge des See⸗ adlers auf meinen Schultern und wurde trotz meines Widerſtrebens von der Klippe in das Waſſer geworfen. Das Klatſchen und Plätſchern beim Hineinfallen, ſowie das aufſpritzende Waſſer machten den Adler erſchrecken. Wenigſtens beläſtigte er mich nicht mehr, und ich erreichte ſchwimmend unangefochten die Platform der Klippe, wo ich frohlockend meine Beute vorwies. Die kleinen Ad⸗ ler waren freilich ein wenig naß geworden, aber ſie lebten doch, und haben bald das Waſſer von ſich abge⸗ ſchüttelt. Da ſind ſie nun.“
»Und was willſt du damit machen?“ fragte der Vater.
»Nun, den Einen habe ich ſchon unſerem Herrn Direktor geſchenkt, und den Anderen möchte ich für mich ſelber behalten und groß ziehen, wenn du es erlaubſt,« erwiederte er.
„Ich kaufe ihn dir ab,“ ſagte jetzt die Stimme Al⸗ freds, welcher neugierig näher getreten war.„Ich gebe dir einen Thaler dafür, Leo!«
»Nichts da,“ fiel der Herr Direktor ein.„Er muß den Adler behalten als ein Andenken an ſein kühnes Wageſtückchen, das ihm ſo leicht Keiner nachmachen wird, du namentlich, Alfred, am wenigſten. Uebrigens,« — ſo wendete ſich der Direktor an die anderen Kna⸗ ben,—„moͤgt ihr jetzt nach Hauſe gehen, wo man
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