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Tüchtig und untüchtig : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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»Und doch hat er's möglich zu machen gewußt, der kühne Junge, beſtätigte der Schuldirektor.Freilich iſt er aber auch der geſchickteſte Turner in der ganzen Schule, und kann klettern, wie eine Gemſe.« 3

Aber woher wußteſt du, daß ein Fiſchadler⸗Neſt

auf der Klippe war?« fragte der Vater den Knaben. Nun, antwortete dieſer,ich hatte ſchon ſeit ein 1 paar Wochen bemerkt, daß die alten Adler oft Stunden lang auf der Weſten⸗Klippe ſaßen, und da dacht' ich mir gleich: Halt, die wollen ſich dort ihren Horſt bauen. Der Einfall iſt nicht übel, denn die Beſteigung der Klippe iſt, wenn auch nicht unmöglich, doch jedenfalls nicht eben leicht. Nun beobachtete ich die Adler von Zeit zu Zeit, und vorgeſtern nahm ich dein Fernrohr mit, Vater. Da ſah ich denn, daß ich mich richtig nicht getäuſcht hatte. Ich konnte durch das Rohr ganz deutlich die jungen Vögel erkennen, und nun ſtand es auch feſt bei mir, daß ich ſie haben müßte. Heute war eine gute Gelegenheit dazu, ſie zu bekommen, weil der Herr Direktor ein Boot vom Fiſcher Barens drüben miethete, um mit uns eine Spazierfahrt auf der See zu machen. Ich fragte, ob wir vielleicht nach der Klippe hinüber ruderten, und der Herr Direktor ſagte Ja. Nun ließ ich mir von Barens ein kleines Fiſch⸗ netz geben und ſteckte es in die Taſche. Am Felſen angekommen, fuhren wir rings um ihn herum, und legten dann an einem Vorſprunge bei, wo die Andern 4 Muſcheln ſuchen wollten. Es gibt da immer ſehr viele 4 und ſchöne, die bei Sturmfluthen hinauf geſchleudert werden, und dann in den Ritzen und Spalten der Fels⸗ platte zurückbleiben. Ich dachte aber nicht an die Muſcheln, ſondern nur an meinenjungen Fiſchadler.