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ließ ſich die einfachen Speiſen wohl munden. Als er eben geſättigt war, und Meſſer und Gabel bei Seite legte, trat Leo an der Seite ſeines Lehrers und in Be⸗ gleitung noch einiger Knaben in den Garten. Alle gingen auf die Laube zu, und wünſchten ſchon von Weitem einen gluͤckſeligen Abend, den Leo's Eltern auf⸗ ſtehend, und beſonders den Herrn Schuldirektor be⸗ grüßend, freundlich erwiederten.
»Da ſieh', Vater, was ich gefangen habe,“ rief Leo fröhlich aus, indem er ein kleines Fiſchnetz hoch in die Höhe hob.
„Was denn, Leo?« erwiederte der Vater.„Wird wohl nichts Beſonderes ſein! Will's nachher in Augen⸗ ſchein nehmen, vor allen Dingen aber dem Herrn Schul⸗ direktor meinen Dank ſagen für die Ehre ſeines Be⸗ ſuches. Sein Sie mir herzlichſt willkommen, Herr!«
„Danke fuͤr freundliche Aufnahme, Meiſter Hagen ⸗
verſetzte der würdige Herr, und ſchlug kräftig in die rauhe ſchwielige Hand ein, welche der Schiffszimmer⸗ mann ihm treuherzig entgegen ſtreckte.„Sehen Sie ſich aber immerhin den ziemlich ſeltenen Fang an, den Leo gemacht hat. Er iſt ein tüchtiger Burſche, der!«
»Nun, was iſt es denn? Ein paar junge Raub⸗ vögel,“ ſagte Meiſter Hagen.„Ich glaube gar, junge Fiſchadler ſind es! Die findet man freilich nicht alle Tage. Woher haſt du ſie?«
9 Ven der Weſten⸗Klippe habe ich ſie herunter ge⸗ olt.«
»Von der Weſten⸗Klippe, dem ſteilen, wohl hundert Fuß hohen Felſen im Meere, mehr als eine halbe Stunde vom Lande entfernt? Unmöglich! da hinauf gelangt keines Menſchen Fuß!«


