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Tüchtig und untüchtig : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ja, wahrhaftig, ſagte Meiſter Hagen überraſcht. Sollten ſie ſchon zurück, und Leo doch noch nicht hier ſein? Das wäre ſeltſam. Herr Alfred! Herr Alfred! rief er dem jungen Burſchen zu, der ſich mit Leo in ziemlich gleichem Alter befand.

Der Knabe drehte ſich träge und nachläſſig um, und ſchrie zurück:Was ſoll's, Meiſter?

Waren Sie denn nicht dabei, fragte dieſer,als mein Leo mit noch anderen Knaben an den Werften vorbeikam?

Ja freilich, verſetzte Alfred.

Und ſind ſchon wieder zurück?

J, Gott bewahre! Bin gar nicht mitgegangen! Das ſollte mir noch fehlen, in der Sommerhitze ſpazieren zu laufen, um lumpige Muſcheln und ſolches Zeugs zu ſuchen. Kann das zu Hauſe für ein paar Groſchen bequemer haben!?

Mit dieſen Worten drehte er dem Meiſter Hagen den Rücken zu, und lehnte ſich träge und nachläſſig an einen Eiſenpfoſten des Parkgartens, müſſig in die leere Luft hinausſtarrend.

Ein fauler Bengel, murmelte Meiſter Hagen vor ſich hin.Zu nichts nütze, als ſeines Vaters Geld todt zu ſchlagen. Gott ſei Dank, daß mein Leo aus anderem Holze gezimmert iſt. Aber du haſt gehört, Trudchen, wendete er ſich dann wieder zu ſeiner Frau, Leo iſt noch nicht zurück, und es kann noch eine Weile dauern, bis er kommt, da wollen wir nicht länger mit unſerem Abendeſſen auf ihn warten.

Frau Trudchen nickte und eilte flink in's Haus zu⸗ rück, um die frugale Koſt, ſchwarzes Brod, friſche But⸗ ter und Ziegenkäſe herbei zu holen. Meiſter Hagen

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