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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ich nicht vergeſſen! Meine Dankbarkeit wird nie erlö⸗ ſchen. Als ein Zeichen davon ſehet dieſe Zeilen an. Bei Vorzeigung derſelben wird Euch der Banquier Koskel in Dresden zwölfhundert Thaler auszahlen. Beſſert damit Eure Mühle aus, an deren Verwüſtung wir Oeſtreicher doch eigentlich ſchuld ſind. Grüßet Frau und Kinder, ſowie Euern wackern Nachbar Rie⸗ del, der die bangen Tage mit uns durchlebt hat, und ſeiet verſichert, daß ich ſtets bleiben werde Euer wohl⸗ geneigter: General, Graf Degenfeld.

»Hurrah! Das laſſ' ich gelten! rief Nachbar Rie⸗ del.Ein Ehrenmann, der Herr Graf, das muß man ihm laſſen!

Die Mutter vergoß Freudenthränen.

Sagte ich's denn nicht, ſprach ſie ſchluchzend, wenn die Noth am höchſten, iſt die Hülfe am näch⸗ ſten. Gott ſei ewig Dank dafür!

Ja, Preis und Dank dem Allmächtigen, der uns wunderbar geſchützt hat in bangen Tagen, und auch jetzt noch ſeine Güte über uns walten läßt! rief Vater Erdmann in tiefer Rührung aus.Ohne Za⸗ gen und Furcht können wir jetzt in die Zukunft ſehen. Das großmüthige Geſchenk des Grafen iſt weitaus mehr als hinreichend, um alle Schäden, die wir er⸗ litten haben, auszubeſſern, und Gottes Segen wird auch ferner, ſo wie früher, auf unſerer Hände Arbeit ruhen. Dieſes Achtgroſchenſtück aber, das Letzte, was uns geblieben war, wollen wir aufbewahren zu ewi⸗ gem Andenken, damit es uns ſtets eine Erinnerung ſei an die überſtandenen ſchweren Tage und an die Freigebigkeit unſeres edlen, hochherzigen Gönners. Mag es auch eine Mahnung ſein an Kind und Kin⸗