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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Freunde ein wenig aufgerichtet, da nahte ein Brief⸗ träger, an ſeiner hellgelben Uniform ſchon von Wei⸗ tem erkenntlich, mit langen Schritten der Sägemühle.

Aha, ſagte Riedel,der Verkehr mit der Stadt iſt wieder hergeſtellt. Wer weiß, was der Poſtbote Euch für gute Neuigkeiten bringt.

Schwerlich wird er mir deren bringen, verſetzte Vater Erdmann.Höchſtens allenfalls eine Nachricht von meinen Pflegeſöhnen.

Mittlerweile war der Briefträger herzu gekommen und zog ein großes Schreiben aus der Taſche.

An Meiſter Erdmann, den Sägemüller, frei, ſagte er.Iſt ſchon vor acht Tagen eingelaufen, hab's aber erſt heute beſorgen können. Guten Tag.

Weiter ſchritt er nach dieſem Gruße, auf das Dorf Plauen zu. Vater Erdmann betrachtete den Brief, und drehte ihn unſchlüſſig in der Hand hin und her.

An mich! Aus Prag! ſagte er.Gewiß von Franzl, unſerm Pflegeſohn.

Macht doch nur auf, Nachbar, dann werdet Ihr ja ſehen, meinte Riedel.

Das iſt auch wahr, nickte Vater Erdmann, und öffnete das Schreiben. Langſam las er es. Es be⸗ ſtand nur in wenigen Zeilen. Plötzlich überſtrahlte eine helle Freudengluth ſein bleiches und ſorgenvolles Geſicht, ſeine Augen richteten ſich himmelwärts, und mit bebender Stimme rief er aus: 1

Freuet Euch mit mir! Alle Noth und Sorge iſt zu Ende! Graf Degenfeld, unſer braver General, iſt es, der ſich Unſer erinnert und ſich unſeres Elendes

erbarmt hat. Hört, was er ſchreibt:Lieber Vater Erdmann! Eure treue Pflege und Aufopferung habe