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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mann ein wenig ironiſch zu dem verlegenen Brinken. ean ich wiederhole, die Mühle wird nicht ver⸗ auft.

Brinken entfernte ſich beſchämt ohne langen Ab⸗ ſchied. Vater Erdmann und Nachbar Riedel aber ſanken einander unter Freudenthränen Bruſt an Bruſt, während Wilhelm laut aufjubelte, indem er ſeine freudig aufgeregte Mutter umarmte.

Jetzt haben wir Ruhe in Deutſchland und die ſchlimmſte Noth iſt zu Ende, ſagte Nachbar Riedel. Bange Tage haben wir verlebt, aber fröhliche, hoff ich, ſollen folgen. Nach den Wolken die Sonne!

.Ja, ja, wenn wir nur nicht gar zu ſchwer ge⸗ litten hätten, ſagte Vater Erdmann, der ſich ſchnell wieder vom erſten Freuden⸗Rauſche ernüchterte.Die ſchwere Zeit hat uns ja faſt Alles geraubt, und faſt nichts weiter iſt uns geblieben, als die nackten Wände unſrer Wohnung.

»Thut nichts! verſetzte Nachbar Riedel muthig. Der alte Gott lebt noch, und die. guten Menſchen ſind auch noch nicht Alle ausgeſtorben. Es wird in Dresden zu bauen und auszubeſſern geben, denn der Krieg hat gar Vieles verwüſtet. Jetzt könnt Ihr Eure Vorräthe von Brettern und Latten zu einem guten Preiſe verwerthen, und damit iſt Euch für den Anfang geholfen. Später findet ſich auch wohl Geld zur Wiederherſtellung von Haus und Mühle, und im Uebrigen müßt Ihr eben, wie wir Alle, auf Gottes

Hülfe vertrauen.

Der Nachbar hatte kaum ausgeredet, und mit ſei⸗

nen troſtreichen Worten die gebeugten Herzen ſeiner