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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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J nun, ich ſagt' es ja ſchon, habe mir das Ding noch einmal überlegt, erwiederte der Menſch mit einem Lächeln, das gutmüthig ausſehen ſollte, ſeinen groben Zügen aber nur eine gewiſſe Verſchmitzt⸗ heit verlieh.Ich weiß, Ihr ſeid ein braver Mann, da iſt es ja Chriſtenpflicht, Euch unter die Arme zu greifen. Will auch nicht grade Eure jetzige ſchlechte Lage ausbeuten, und darum biete ich tauſend Thaler für die Mühle.

Alſo Ihr wollt mir aus der Noth helfen, Mei⸗ ſter Brinken? fragte Vater Erdmann.

Nun ja doch, Ihr hört es jal

Wohlan denn, ſo borgt mir nur hundert Thaler, und mir iſt geholfen!

Meiſter Brinken trat beſtürzt zurück.

So iſt es nicht gemeint, ſagte er ſtirnrunzelnd. Ich will die Mühle haben, und Euch dafür gutes Geld geben.

Und ich will die Mühle behalten, Meiſter Brin⸗ ken, und von Eurem Gelde nichts weiter wiſſen, entgegnete Vater Erdmann entſchieden.Geht, Mann! Ihr wollt meine jetzige ſchlimme Lage nur zu Eurem Vortheile ausnutzen. Geht!

Brinken zögerte noch. Da auf einmal ſtürzte Nachbar Riedel ganz athemlos von ſchnellem Laufe zur Thür herein, und ſchrie mit lauter Stimme:

Hurrah, Nachbar! Die Noth hat ein Ende! die Franzoſen haben kapitulirt! Dresden iſt wieder unſer, und von morgen an kann Jedermann ungehin⸗ dert wieder die Thore paſſiren!

Ah, darum alſo iſt meine Mühle um fünfhun⸗ dert Thaler im Preiſe geſtiegen,« ſagte Vater Erd⸗