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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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fieleſt, und um ein Stück Brod wollen wir denn doch nicht dein Leben auf's Spiel ſetzen. Nein, nein! Nun und nimmermehr! ſagte die Mutter, und zog angſtvoll den muthigen Knaben an ihre Seite.Lieber laßt uns ein paar Tage Noth leiden! Sie werden ja auch vorüber gehen, und beſ⸗ ſere Zeiten müſſen ja endlich wiederkommen. Wenn die Noth am höchſten, iſt die Hülfe am nächſten, ſagt das Sprüchwort. Hoffen wir, daß es die Wahr⸗ heit ſagt!

»Gewiß ſagt es die Wahrheit, ſprach jetzt eine rauhe Stimme vom Hausflur her und gleich darauf trat ein fremder Mann in die Stube und grüßte mit einem gleißneriſchen Lächeln die Anweſenden.Hier bin ich, grade der Mann, der Euch aller Sorgen entledigen will, wenn Ihr nur ein Bischen vernünf⸗ tig ſeid. Munter, Vater Erdmann! Zieht nicht ſolche verdrießliche Miene! Ich komme in guter Abſicht! Habe mir Alles noch einmal gründlich überlegt, und

will Euch für Eure baufällige Mühle volle tauſend Thaler bezahlen. Tauſend Thaler baares Geld! Wie? Das läßt ſich hören? Schlagt ein, und die Sache iſt abgemacht; Ihr könnt das Geld auf der Stelle in Empfang nehmen.. Vater, Mutter und Wilhelm horchten erſtaunt auf. Das Angebot, doppelt ſo hoch, als das frü⸗ here, hatte etwas ſehr Verlockendes für ſie. Dennoch hielt Vater Erdmann vorſichtig mit einer entſcheiden⸗ den Antwort zurück, und ſagte weder Ja noch Nein. 1 »Wie kommt es denn, Meiſter Brinken, daß meine Mühle auf einmal ſo hoch im Preiſe geſtiegen iſt? fragte er.

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