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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Hauseigenthümer auch gänzlich an baarem Gelde zu Bezahlung derſelben. Vater Erdmann hatte ſich be⸗ gnügen müſſen, mit Hülfe Wilhelms eine Stube und Kammer nothdürftig ſo weit herzurichten, daß ſie we⸗ nigſtens vor eindringendem Regen und von der nun ſchon immer empfindlicher werdenden Kälte geſchützt waren. Im Uebrigen litten ſie Noth und Mangel oft ſelbſt am Nothwendigen. Die Schneidemühle ſtand ſtill, wer brauchte zu jener Zeit Bretter und Latten? baares Vermögen hatte Vater Erdmann noch in ſeinem ganzen Leben nicht geſammelt, und, was das Schlimmſte war, den Nachbarsleuten ging es ebenfalls nicht beſſer, als ihm, ſo daß leider Kei⸗ ner dem Anderen helfen und unter die Arme greifen konnte, was wohl ein Jeder mit Freuden gethan ha⸗ ben würde, wenn es ihm nur eben möglich gewe⸗ ſen wäre.

General Degenfeld, der auf das Treulichſte ge⸗ pflegt worden war, hatte bereits vor einigen Wochen, freilich noch nicht ganz geneſen, die Mühle verlaſſen, und ſich nach Böhmen gewendet, um dort im Kreiſe naher Verwandter, und umgeben von größeren Be⸗ quemlichkeiten, als die arme Schneide⸗Mühle ſie zu bieten vermogte, ſeine vollſtändige Heilung abzuwar⸗ ten. Mit Verſicherungen ewiger Dankbarkeit war er von Vater Erdmann und deſſen Familie geſchieden, aber ſeit ſeinem Abſchiede hatte man keine Nachricht mehr von ihm erhalten.

Eines Tagesnun ſaß Vater Erdmann am warmen Ofen in ſeiner Stube, und betrachtete mit traurigem Blicke ein Achtgroſchenſtück, das er faſt krampfhaft

zwiſchen ſeinen Fingern feſthielt. Die Mutter ſaß