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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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So gehen wir, ſagte Vater Erdmann und ſchritt voraus. Die Andern folgten.

Es war mittlerweile dunkel geworden, aber an verſchiedenen Orten war der Himmel von dem Feuer⸗ ſcheine brennender Gehöfte und Dörfer erleuchtet, ſo daß man trotz des ganz von Wolken überzogenen V Himmels ziemlich deutlich den Weg und die Umriſſe der näheren Gegenſtände erkennen konnte. Unſere Freunde ſchritten ſchweigend dahin, hatten aber kaum die Hälfte der Entfernung nach der Schneidemühle zurückgelegt, als Wilhelm plötzlich ſtehen blieb.

Hört Ihr nichts? fragte er.

Ein banges, dumpfes Stöhnen, wie das eines Sterbenden, wurde Allen vernehmbar.

Jedenfalls ein armer Verwundeter! ſagte Riedel.

Helfen wir ihm, wenn wir können, ſetzte Wil⸗ helm raſch hinzu und ſprang ſeitwärts nach der Rich⸗ tung hin, aus welcher die Klagetöne erſchallten. Sein Vater und Riedel folgten langſamer.

Hier, Vater! Hier, Herr Riedel! rief Wilhelm. Ein vornehmer Officier mit ſchweren goldenen Epauletten iſt es. Er ſcheint ganz ohne Beſinnung zu ſein!

Nach wenigen Augenblicken ſtanden die beiden Männer neben ihm. Der Officier ächzte und ſtöhnte vor Schmerz, gab aber auf vorgelegte Fragen keine Antwort.

Jedenfalls iſt noch Leben in ihm, ſagte Vater Erdmann.Wir können ihn nicht hier unter freiem Himmel liegen laſſen, denn das würde ſein Tod ſein. Tragen wir ihn alſo nach unſerer Mühle.

Ohne Weiteres griffen Wilhelm und Nachbar